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#calmjungle

Wohnzimmer und Homeoffice verbinden – ohne dass die Arbeit den Wohnraum bestimmt

Der Grundriss dieses Wohnzimmers war eine echte Herausforderung: keine klare Achse, viele Ecken, schwer zu möblieren. Dazu kam, dass der Raum sich einfach nicht gut anfühlte. Unsere Kunden, ein Schweizer Pärchen, hat hier ungern Zeit verbracht – zu unruhig, zu unpraktisch, zu wenig Atmosphäre. Der Fernseher, der jedes Mal quer durch den Raum gerollt werden musste, das Sofa war zu klein und der behelfsmäßige Arbeitsplatz stand mitten im Raum.
Auch stilistisch war die Aufgabe spannend: Sie liebt kräftige Farben, er mag es reduziert und klar. Die Idee war, beides zusammenzubringen – mutig, aber trotzdem ruhig. Ihr Wunsch: "Dschungelfeeling", aber ruhig! Unser Farbkonzept greift diese Gegensätze auf: ein sattes Dschungelgrün trifft auf helle Naturtöne und warme Materialien.
Ein zusätzliches Home Office sollte ebenfalls Platz finden – aber so, dass die Wohnlichkeit nicht verloren geht. Gerade in Räumen, die der Erholung dienen, ist es wichtig, Arbeit nicht ständig vor Augen zu haben. Wir haben den Arbeitsplatz bewusst als eigene Zone geplant, optisch eingebettet und clever hinter dem neuen Regalsystem versteckt. So bleibt der Fokus auf Ruhe und Rückzug, ohne auf Funktion verzichten zu müssen.
Auch die Möblierung haben wir komplett neu gedacht. Der Fernseher ist jetzt optimal platziert, das neue Sofa großzügig und tief genug, um es sich endlich zu zweit bequem zu machen. Der Raum hat eine klare Struktur bekommen – und damit eine völlig neue Qualität. Heute ist er ein Rückzugsort geworden, in dem sich beide richtig wohlfühlen.

Vorher

Wie integriert man einen Arbeitsplatz ins Wohnzimmer, ohne dass er im Alltag ständig präsent ist?

Unser Designgedanke:

Ein Arbeitsplatz im Wohnzimmer ist wohnpsychologisch heikel. Nicht wegen des Schreibtischs selbst – sondern wegen seiner Wirkung. Sichtbare Aufgaben, Papierstapel oder Technik wirken auf unser Gehirn wie offene To-Do-Listen. Solche visuellen Reize nennt man Stressoren: Das Unterbewusstsein bleibt in einem aktiven Modus, selbst wenn man eigentlich entspannen möchte.

Genau das passierte hier. Der Schreibtisch war vorher vom Sofa aus immer präsent. Der Raum konnte deshalb nie richtig „abschalten“.

Also haben wir die Wahrnehmung im Raum verändert. Ein großes Regal- und TV-Möbel wurde so positioniert, dass es den Wohnbereich klar definiert, eine proportional zum TV stimmige Entfernung ermöglicht und gleichzeitig den Arbeitsbereich dahinter klar abtrennt. Der Arbeitsplatz ist nun wie ein eigenständiger Raum und voll nutzbar – aber vom Sitzbereich aus verschwindet er aus dem direkten Blickfeld.

Der Effekt ist erstaunlich groß:
Sobald man auf dem Sofa sitzt, sieht man nicht mehr, was noch erledigt werden müsste. Das Gehirn bekommt ein klares Signal: Hier ist Erholung angesagt, nicht Arbeit.

Die Möblierung unterstützt das zusätzlich. Das Sofa bildet jetzt den ruhigen Mittelpunkt, die Blickrichtung orientiert sich auf Fenster, Pflanzen und den Wohnbereich statt auf Technik. Das neue Regalsystem übernimmt dabei mehrere Funktionen gleichzeitig: Stauraum, TV-Position und räumliche Trennung – ohne den Raum kleiner wirken zu lassen.

Auch das Farb- und Materialkonzept spielt hier eine wichtige Rolle. Das satte Grün in Kombination mit warmem Holz reduziert optische Unruhe und wirkt beruhigend, weil größere zusammenhängende Flächen entstehen. Pflanzen verstärken diesen Effekt: Sie sind für das Auge komplex genug, um interessant zu bleiben, aber nicht fordernd wie Arbeitsgegenstände.

Mit wenig baulichem Aufwand entstand so etwas, das man nicht sofort sieht: ein klar getrennter Alltagsrhythmus. Arbeiten ist möglich – aber nach Feierabend tritt es visuell in den Hintergrund. Und genau das macht den Raum heute zum echten Rückzugsort.

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