top of page

#collectedorganiczen

Ein geerbtes Haus aus den 60ern wurde zum persönlichen Zuhause – durch die Verbindung von Reiseerinnerungen, Antiquitäten und modernem Interior

Unsere KundInnen hatten das Haus aus den 60er/70er-Jahren geerbt und planten im Rahmen einer Modernisierung neue Fenster, Türen und einen neuen Kamin. Genau zu diesem Zeitpunkt haben sie uns dazu geholt — und das war entscheidend, denn viele gestalterische Möglichkeiten entstehen nur, wenn Planung früh beginnt.

Wir haben bewusst entschieden, Teile des Bestands zu erhalten. Die holzverkleidete Decke und auch die Treppe blieben — nicht nur, um das Budget zu schonen, sondern weil das Haus Charakter hatte. Unsere Aufgabe war es visuell zu zeigen, wie dieser Charakter gestalterisch funktionieren kann, bevor kostspielige Entscheidungen getroffen werden. Durch das Farbkonzept und die Möblierung wurde die Decke zum prägenden Element, und die Treppe bekam mit dem offenen Weinregal einen modernen Kontext.

Gleichzeitig standen unsere KundInnen vor einer zweiten Herausforderung: Sie lieben moderne Möbel ebenso wie antike Stücke und bringen von Reisen gern ganz besondere Objekte mit. Einzelnd mochten sie alles — zusammen ergab es für sie jedoch kein stimmiges Gesamtbild.

Der Schlüssel war ein klarer roter Faden: Wir haben Alt und Neu ganz bewusst sehr direkt kombiniert. So entstand ein Zusammenhang, der sich durch das gesamte Haus zieht — vom Eingangsbereich mit moderner Konsole platziert direkt über der geerbten antiken Kommode bis zum Wohnbereich, in dem persönliche Fundstücke gezielt inszeniert wurden.
Für diese sehr persönliche Mischung aus natürlichen Materialien, ruhiger Farbwelt und gesammelten Einzelstücken haben wir für dieses Projekt sogar einen eigenen Stilbegriff entwickelt: Collected Organic Zen.

Ein Fernseher war ausdrücklich nicht gewünscht. Stattdessen planten wir mehrere Aufenthaltszonen: Platz für Gäste am großen Esstisch mit Sitzbank, Bereiche zum Lesen, Spielen und Zusammensitzen. Der neue schwebende Kamin greift die Epoche des Hauses auf und verbindet sie mit einer modernen Gestaltung.

So blieb der Charakter des Hauses erhalten, und in Verbindung mit der Persönlichkeit der Bewohner und ihrer Geschichte, entstand ein Zuhause.

Vorher

Wie integriert man viele persönliche Dinge und Erinnerungsstücke in einen Wohnraum, ohne dass er chaotisch wirkt?

Unser Designgedanke:

Viele Räume wirken nicht deshalb unruhig, weil zu viele Dinge vorhanden sind — sondern weil ihnen ein gemeinsamer Rahmen fehlt. Erinnerungsstücke, Kunst, Reisen oder Sammlungen haben meist einen hohen emotionalen Wert. Werden sie aber einfach verteilt, konkurrieren sie miteinander um Aufmerksamkeit. Das Gehirn kann keinen Fokus bilden und empfindet den Raum schnell als visuell anstrengend.

In diesem offenen Wohn- und Essbereich ging es genau darum: Die Bewohner wollten ihre Objekte sichtbar behalten, aber nicht das Gefühl haben, in einer Ausstellung zu leben. Deshalb haben wir zuerst eine klare Grundstruktur geschaffen. Große Flächen — wie die holzverkleidete Decke, die Fensterzone mit Sitzbank und der lange Sideboard-Bereich — bilden ruhige visuelle Ankerpunkte. Solche konstanten Flächen geben dem Auge Orientierung und sorgen wohnpsychologisch für Entspannung.

Erst danach wurden die persönlichen Stücke gezielt positioniert. Statt viele kleine Dekoecken zu verteilen, haben wir bewusste Präsentationsbereiche definiert: Wandflächen für Kunstobjekte, ein ruhiger Hintergrund für Keramik und Glas, sowie Regalzonen mit ausreichend „Leerraum“ dazwischen. Dieser Negativraum ist entscheidend — er sorgt dafür, dass Objekte wirken dürfen, ohne miteinander zu konkurrieren.
Wenn Nutzung und Blickführung zusammenpassen, entsteht automatisch Ruhe, selbst bei vielen Details.

So entsteht kein minimalistischer Raum, sondern ein persönlicher.
Nicht einfach nur weniger Dinge machen einen Raum ruhig — sondern eine Gestaltung, die ihnen Bedeutung und Platz gibt.

Davina&Yvonne.jpg

GRATIS 20 MIN. KENNENLERNGESPRÄCH

Bist du auch bereit, deinem Zuhause etwas Liebe zu geben?

Dein Zuhause sollte ein Ort sein, der dir Kraft gibt, nicht nimmt! Schieb es nicht länger hinaus, sondern lass es uns gemeinsam anpacken! Erzähl uns von deinem Raum in einem kostenlosen Erstgespräch per Videocall oder Telefon.

bottom of page