Feng Shui im Schlafzimmer: Was Wohnpsychologie anders macht und was wirklich für mehr Ruhe sorgt
- Yvonne Warmbier
- vor 2 Tagen
- 12 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 2 Stunden

Ist Wohnpsychologie eigentlich so etwas wie Feng Shui?
Diese Frage begegnet uns immer wieder. Und wir verstehen, woher sie kommt. Schließlich geht es bei beiden Ansätzen darum, Räume so zu gestalten, dass wir uns darin wohler fühlen. Beide beschäftigen sich mit Farben, Materialien, Licht, Ordnung und sogar damit, wo dein Bett am besten stehen sollte.
Also sind Feng Shui und Wohnpsychologie am Ende doch irgendwie dasselbe? Nicht ganz.
Denn auch wenn sich manche Empfehlungen ähneln, kommen Feng Shui und Wohnpsychologie aus völlig unterschiedlichen Richtungen. Und gerade im Schlafzimmer lässt sich das wunderbar zeigen.
Denn hier wollen wir vor allem eines: zur Ruhe kommen. Wir möchten uns sicher und geborgen fühlen, abschalten und morgens möglichst erholt wieder aufwachen. (Mal abgesehen von den Fällen, die uns gerne wachhalten ;-)) Auf jeden Fall spielt die Gestaltung deines Schlafzimmers eine größere Rolle, als du bisher vielleicht dachtest.
Schauen wir uns also einmal an, was Feng Shui im Schlafzimmer empfiehlt und was die Wohnpsychologie dazu sagt. Aber erstmal:

Was ist Feng Shui eigentlich?
Feng Shui ist eine traditionelle chinesische Lehre, die sich damit beschäftigt, wie Menschen und ihre Umgebung miteinander in Einklang gebracht werden können. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Qi, also vereinfacht gesagt die Lebensenergie, die möglichst harmonisch durch Räume fließen soll.
Dazu kommen unter anderem Yin und Yang, die fünf Elemente – Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser, sowie bestimmte Regeln für Farben, Formen und die Positionierung von Möbeln.
Das Ziel: eine Umgebung zu schaffen, in der die Energie möglichst harmonisch fließen kann und die ihre BewohnerInnen unterstützt.
Die Wohnpsychologie setzt an einer anderen Stelle an: Sie beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen Mensch und gebauter Umwelt. Also mit Fragen wie:
Wie beeinflusst ein Raum unser Verhalten? Warum fühlen wir uns an manchen Orten sofort sicher und an anderen unwohl? Was macht visuelle Unruhe mit uns? Warum brauchen wir Überblick? Und welche Rolle spielen Farben, Licht, Materialien oder Raumaufteilung für unser Wohlbefinden?
Wir sprechen dabei also nicht von Qi, sondern zum Beispiel von Wahrnehmung, Bedürfnissen, Reizverarbeitung, Assoziationen und dem Gefühl von Kontrolle und Sicherheit, die in zahlreichen, psychologischen Studien erforscht wurden.
Und trotzdem landen beide Ansätze manchmal an einem ähnlichen Punkt. Zeit einen Blick auf die wichtigsten Themen bezüglich Feng Shui vs. Wohnpsychologie zu werfen.

Feng Shui im Schlafzimmer: Wo sollte das Bett stehen?
Fangen wir mit dem wichtigsten Möbelstück an. Im Feng Shui spielt die Position des Bettes eine große Rolle. Häufig wird die sogenannte Command Position empfohlen: Das Bett steht mit dem Kopfende an einer stabilen Wand, von dort aus kannst du die Tür sehen, liegst aber möglichst nicht direkt in einer Linie mit ihr.
Auch aus wohnpsychologischer Sicht kann eine solche Position sehr angenehm sein – nur aus einem anderen Grund.
Stell dir zwei Situationen vor: In der ersten liegst du im Bett, hinter deinem Kopf befindet sich eine Wand und du kannst den Eingang des Zimmers überblicken.
In der zweiten steht dein Bett frei im Raum oder so, dass die Tür hinter dir liegt und jemand den Raum betreten könnte, ohne dass du es direkt bemerkst.
Wo würdest du dich intuitiv geschützter fühlen? Vermutlich in Variante eins mit dem Schutz im Rücken und dem Überblick nach vorne.
Menschen mögen Räume, die gleichzeitig Schutz und Überblick ermöglichen. In der Umweltpsychologie lässt sich das unter anderem mit dem Prinzip von Prospect and Refuge erklären: Wir fühlen uns häufig dort besonders wohl, wo wir selbst geschützt sind und gleichzeitig unsere Umgebung überblicken können. Dieses Bedürfnis stammt noch aus sehr frühen Tagen der Evolution, als es überlebenswichtig war, seine Umgebung nach Angreifern abzuscannen. Auch wenn uns heute wahrscheinlich kein Säbelzahntiger mehr auflauert, sind diese Prozesse im Gehirn gleich geblieben.
Und ausgerechnet im Schlafzimmer ist das besonders interessant. Schließlich ist Schlaf ein Zustand, in dem wir unsere Umgebung für mehrere Stunden nicht aktiv kontrollieren. Ein gut positioniertes Bett kann deshalb ein Gefühl von Rückhalt, Schutz und Orientierung vermitteln.
Heißt das, dass du dein Bett sofort umstellen musst, wenn es nicht exakt diesen Regeln entspricht? Nein.
Grundriss, Fenster, Türen, Heizkörper, Dachschrägen und natürlich deine persönlichen Bedürfnisse spielen ebenfalls eine Rolle. Wohnpsychologie arbeitet nicht mit einer Schablone, die über jeden Raum gelegt wird.
Aber wenn du dich in deinem Bett schon länger irgendwie unwohl oder unruhig fühlst, lohnt sich ein Blick auf seine Position durchaus.
Vielleicht fehlt deinem Nervensystem schlicht ein bisschen Rückendeckung.

Muss das Schlafzimmer wirklich so aufgeräumt sein?
Hier sind Feng Shui und Wohnpsychologie schon wieder sehr nah beieinander.
Im Feng Shui wird im Schlafzimmer häufig zu Ordnung, einer eher ruhigen Gestaltung und möglichst wenigen störenden Elementen geraten.
Und ja: Auch wir würden dir vermutlich nicht empfehlen, dein Schlafzimmer in eine Mischung aus Homeoffice, Wäscherei, Abstellkammer und Fitnessstudio zu verwandeln.
Nicht, weil das Qi sonst beleidigt ist, sondern weil unser Gehirn Räume ständig unbewusst scannt.
Ein Wäschestapel ist eben nicht einfach nur ein Wäschestapel. Er kann gleichzeitig eine kleine Erinnerung sein: Da ist noch etwas zu erledigen.
Der Laptop auf dem Schreibtisch kann für Arbeit stehen. Das Bügelbrett für eine Aufgabe. Das offene Regal mit 47 verschiedenen Dingen erzeugt visuelle Reize. Und plötzlich erzählt der Raum deinem Kopf ziemlich viele Geschichten gleichzeitig.
Dabei wäre die schönste Geschichte im Schlafzimmer eigentlich:
Für heute ist Schluss.
Dein Schlafzimmer darf eine eindeutige Funktion haben. Das bedeutet nicht, dass dein Schlafzimmer aussehen muss wie ein steriles Hotelzimmer. Im Gegenteil. Persönlichkeit, Erinnerungen, Kunst, Textilien und persönliche Gegenstände können entscheidend dazu beitragen, dass wir uns mit einem Raum identifizieren und zuhause fühlen.
Es geht vielmehr um visuelle Klarheit.
Wenn du dein Schlafzimmer betrittst, sollte nicht zuerst deine To-do-Liste im Kopf aktiviert werden.
Besonders schwierig wird es natürlich, wenn das Schlafzimmer gleichzeitig Homeoffice sein muss. Das kennen wir aus vielen Wohnungen und manchmal lässt es sich einfach nicht anders lösen. Dann arbeiten wir gerne mit klaren Zonen: Arbeitsmaterial verschwindet abends, der Arbeitsplatz wird optisch abgegrenzt oder so gestaltet, dass er nach Feierabend möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Der Raum darf deinem Gehirn signalisieren: Jetzt beginnt ein anderer Teil des Tages.

Feng Shui Farben im Schlafzimmer und was die Wohnpsychologie dazu sagt
Wenn du nach Feng Shui Schlafzimmer Farben suchst, wirst du schnell auf Empfehlungen für ruhige, sanfte und natürliche Farbtöne stoßen. Häufig werden gedeckte Blau- und Grüntöne, neutrale Farben oder andere wenig aktivierende Nuancen empfohlen.
Und auch hier würden wir nicht grundsätzlich widersprechen. Allerdings ist Farbpsychologie deutlich komplexer als: Blau = ruhig. Rot = aufregend. Fertig.
Schön wär's. Dann wäre unser Beruf wesentlich einfacher.
Welche Schlafzimmerfarben sind wirklich beruhigend?
Farben wirken nie isoliert. Entscheidend sind unter anderem:
Farbton
Helligkeit
Sättigung
Flächengröße
Kombination mit anderen Farben
Lichtverhältnisse
Materialien im Raum
persönliche Erfahrungen und Assoziationen
Ein sehr dunkles, gesättigtes Blau kann vollkommen anders wirken als ein helles Graublau. Ein pudriges, gebrochenes Rosa hat wenig mit einem leuchtenden Pink gemeinsam. Und ein tiefes Waldgrün erzeugt eine andere Atmosphäre als ein helles Salbeigrün.
Hinzu kommen unsere abgespeicherten Erlebnisse und Erinnerungen:
Vielleicht erinnert dich Blau an Urlaub am Meer und du entspannst sofort. Vielleicht hattest du als Kind ein blaues Zimmer, das du gehasst hast.
Persönliche Assoziationen spielen bei der Farbwirkung eine wichtige Rolle. Auch die Forschung zur Beziehung zwischen Schlafzimmerfarbe und Schlaf ist längst nicht so eindeutig, dass wir seriös behaupten könnten: Streich dein Schlafzimmer blau und du schläfst besser. Es gibt Hinweise darauf, dass insbesondere Blau und Grün häufig mit Ruhe und positiven Emotionen verbunden werden, gleichzeitig ist die direkte Forschung zu Wandfarbe und Schlaf aber begrenzt.

Unsere Empfehlung für Schlafzimmerfarben
Wenn du dir mehr Ruhe im Schlafzimmer wünschst, würden wir eher mit gebrochenen, weniger gesättigten Farbtönen arbeiten als mit sehr lauten, grellen Farben.
Zum Beispiel:
sanftes Graublau, gedecktes Salbei, rauchiges Grün, warme Off-White-Töne, pudrige Nuancen, erdige Töne oder dunklere, umhüllende Farben, wenn du dich damit wohlfühlst.

Und ja: Auch ein dunkles Schlafzimmer kann wunderbar funktionieren.
Denn „hell = beruhigend“ ist genauso wenig eine universelle Regel wie „Blau = entspannend“.
Manche Menschen lieben das Gefühl eines hellen, luftigen Schlafzimmers. Andere entspannen viel besser in einem dunkleren Raum, der sich fast wie ein Kokon anfühlt.
Die richtige Schlafzimmerfarbe ist deshalb nicht die Farbe, die irgendeine Liste als besonders beruhigend bezeichnet. Sondern diejenige, die die gewünschte Atmosphäre erzeugt und vor allem zu dir passt.

Spiegel gegenüber dem Bett – darf man das?
Jetzt kommen wir zu einem Feng-Shui-Klassiker: Spiegel werden im Feng Shui im Schlafzimmer eher vorsichtig eingesetzt. Besonders ein Spiegel direkt gegenüber dem Bett wird häufig nicht empfohlen.
Müssen wir jetzt also alle Kleiderschränke mit Spiegeltüren entsorgen? Bitte nicht.
Aus wohnpsychologischer Sicht gibt es keine allgemeingültige Regel, nach der ein Spiegel gegenüber dem Bett grundsätzlich schlecht wäre.
Aber Spiegel verändern Räume: Sie reflektieren Licht, Bewegungen und andere Bereiche des Zimmers. Sie erweitern Räume optisch und erhöhen gleichzeitig die Menge dessen, was wir visuell wahrnehmen.
Und deshalb kann ein Spiegel für die eine Person völlig neutral sein und die andere stören.
Vielleicht kennst du sogar diesen kurzen Moment nachts, wenn du halb verschlafen aufwachst, irgendwo eine Bewegung wahrnimmst und erst eine Sekunde später merkst: Ach, das bin ich selbst.
Nicht dramatisch. Aber auch nicht unbedingt das, was wir unter maximaler nächtlicher Entspannung verstehen.
Unsere Regel wäre deshalb viel simpler:
Wenn du deinen Spiegel vom Bett aus siehst und er dich nicht stört, darf er bleiben.
Wenn du aber merkst, dass Lichtreflexe, Bewegungen oder dein eigenes Spiegelbild Unruhe erzeugen, lohnt sich eine andere Position.
Nicht jede Feng-Shui-Regel braucht also eine wohnpsychologische Übersetzung.
Manchmal reicht auch: ausprobieren und beobachten.

Licht im Schlafzimmer: Hier wird es wirklich wichtig
Beim Thema Schlafzimmer denken wir häufig zuerst an Bett, Wandfarbe und Bettwäsche. Dabei ist Licht einer der wichtigsten Faktoren, bei denen wir besonders genau hinschauen sollten.
Unser Körper orientiert sich stark an Licht und Dunkelheit. Insbesondere Licht am Abend und in der Nacht kann unseren Zirkadianen Rythmus, also den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflussen. Die Forschung bringt stärkere nächtliche Lichtexposition mit Schlafproblemen in Verbindung. Für dein Schlafzimmer bedeutet das ganz praktisch:
Du brauchst nicht nur schönes, sondern vor allem passendes Licht.
Abends und morgens darf die Beleuchtung wärmer, weicher und gedimmter werden, so wie wir es aus der Natur kennen (Sonnenauf- und -untergang haben sehr warmes Licht). Eine einzige helle Deckenleuchte, die das Schlafzimmer kurz vor dem Zubettgehen taghell macht, erzeugt eine vollkommen andere Atmosphäre und körperliche Wirkung als mehrere niedrig positionierte, warme Lichtquellen.
Wir würden deshalb im Schlafzimmer mit verschiedenen Lichtstimmungen arbeiten:
helleres, funktionales Licht, wenn du morgens schnell wach werden willst, Kleidung suchst oder sauber machst und warmes, indirekteres Licht zum Herunterkommen am Abend.

Materialien: Wie soll sich dein Schlafzimmer anfühlen?
Bei der Gestaltung eines Schlafzimmers sprechen wir viel über Farben, Licht und die Position des Bettes. Dabei wird ein anderer Punkt schnell unterschätzt: die Materialien, mit denen wir uns umgeben.
Denn wir nehmen einen Raum nicht nur mit den Augen wahr.
Gerade im Schlafzimmer kommen wir ständig mit seiner Einrichtung in Berührung. Deine Haut berührt die Bettwäsche, du läufst barfuß über den Teppich, greifst nach einem Vorhang, einer Schublade, einem Lichtschalter. Wie sich diese Oberflächen anfühlen, trägt deshalb genauso zur Atmosphäre eines Raumes bei wie das, was du siehst.
Holz, Leinen, Baumwolle oder Wolle können Wärme und Natürlichkeit vermitteln. Glatte und kühlere Oberflächen setzen dazu einen spannenden Kontrast. Weiche Textilien können Geborgenheit schaffen, während sehr viele unterschiedliche Strukturen, Muster und Materialien einen Raum schnell unruhiger wirken lassen.
Deshalb geht es auch hier nicht darum, eine möglichst lange Liste vermeintlich „richtiger“ Materialien abzuarbeiten. Entscheidend ist ihr Zusammenspiel.
Wiederholungen können dabei wunderbar Ruhe in einen Raum bringen: Ein Holzton taucht an mehreren Stellen wieder auf, Farben finden sich in unterschiedlichen Textilien erneut oder verschiedene Oberflächen gehören erkennbar zur gleichen Farbwelt.
So wirkt ein Schlafzimmer stimmig und ruhig, ohne deshalb langweilig zu werden.
Und genau diese Balance lieben wir: Ruhe, ohne Langeweile.

Was Feng Shui und Wohnpsychologie gemeinsam haben
Nach all diesen Punkten könnte man fast denken: Na also, ist doch irgendwie dasselbe.
Aber genau hier liegt der entscheidende Unterschied.
Feng Shui und Wohnpsychologie können bei einzelnen Gestaltungsfragen zu ähnlichen Empfehlungen kommen, aber die Begründung dahinter ist eine andere.
Feng Shui betrachtet Räume unter anderem im Hinblick auf Qi, Yin und Yang und die fünf Elemente.
Wohnpsychologie fragt dagegen:
Wie nimmt ein Mensch diesen Raum wahr? Welche Bedürfnisse hat er? Was gibt ihm Sicherheit? Was erzeugt Stress? Was unterstützt Rückzug, Orientierung, Identifikation oder Regeneration?
Und daraus ergibt sich noch ein wichtiger Unterschied:
Bei uns gibt es nicht das eine perfekte Schlafzimmer. Wir würden dir deshalb nie sagen:
„Das Bett muss genau dort stehen.“
„Diese Farbe ist gut.“
„Dieser Spiegel ist schlecht.“
Denn ein Raum funktioniert nicht unabhängig von den Menschen, die darin leben.
Vielleicht brauchst du viel visuelle Ruhe. Deine PartnerIn aber Persönlichkeit und mehr Farbe. Vielleicht liebst du absolute Dunkelheit. Jemand anderes fühlt sich mit einem kleinen Lichtspalt wohler. Vielleicht entspannt dich Minimalismus – während ein fast leerer Raum bei jemand anderem überhaupt kein Gefühl von Zuhause erzeugt.
Gute Raumgestaltung beginnt deshalb nicht mit einer Regel. Sondern mit dem Menschen. Und deshalb arbeiten wir mit der Wohnpsychologie.

Und was sorgt nun wirklich für besseren Schlaf?
An dieser Stelle ist uns ein kleiner, aber wichtiger Reality Check wichtig:
Ein wunderschön eingerichtetes Schlafzimmer ist kein Schlafmedikament. Und natürlich können wir Schlafprobleme nicht einfach mit der richtigen Wandfarbe lösen.
Was wir aber beeinflussen können, ist die Umgebung, in der wir jeden Abend zur Ruhe kommen.
Licht, Farben, Materialien, visuelle Reize und die Raumaufteilung bestimmen mit, welche Atmosphäre uns umgibt. Ein Schlafzimmer, das sich ruhig und geschützt anfühlt und nicht an Arbeit, Wäscheberge oder die nächste To-do-Liste erinnert, schafft andere Voraussetzungen fürs Abschalten als ein Raum, der ständig unsere Aufmerksamkeit fordert.
Genau deshalb betrachten wir Schlafzimmer nicht nur unter der Frage: Was sieht schön aus? Sondern vor allem: Was hilft dir dabei, hier wirklich zur Ruhe zu kommen?

Feng Shui oder Wohnpsychologie – was ist nun besser?
Wir finden: Das ist eigentlich die falsche Frage.
Wenn du Feng Shui magst und bestimmte Prinzipien dir helfen, dein Zuhause bewusster wahrzunehmen und so zu gestalten, dass du dich darin wohlfühlst – wunderbar.
Wir selbst arbeiten bei Mindful Interiors nicht mit Feng Shui. Wir arbeiten mit Wohnpsychologie.
Uns interessiert nicht, ob dein Bett an einer bestimmten Stelle stehen „darf“.
Uns interessiert, wie du dich darin fühlst.
Wir möchten verstehen, warum ein Raum für dich funktioniert oder eben nicht. Welche Bedürfnisse du hast. Was dich stresst. Was dir Sicherheit gibt. Wie dein Alltag aussieht. Und wie wir all das in eine Gestaltung übersetzen können, die nicht nur schön aussieht, sondern dich tatsächlich unterstützt.
Vielleicht ist genau das auch der Grund, warum Feng Shui und Wohnpsychologie auf den ersten Blick so ähnlich wirken: Beide nehmen eine Idee ernst, die auch uns bei Mindful Interiors sehr am Herzen liegt:
Räume machen etwas mit uns.
Wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens in ihnen. Sie können uns Ruhe geben oder uns unterschwellig stressen. Sie können Rückzug ermöglichen, Geborgenheit vermitteln, uns inspirieren oder dafür sorgen, dass wir uns irgendwie nie ganz angekommen fühlen.
Und vielleicht ist die spannendere Frage deshalb gar nicht:
Steht mein Bett nach Feng Shui richtig?
Sondern:
Was brauche ich, damit sich mein Schlafzimmer wirklich nach Ruhe anfühlt?
Genau dort würden wir anfangen.
Und wie fühlt sich dein Zuhause an?
Vielleicht steht dein Bett längst „richtig“ und trotzdem fehlt deinem Schlafzimmer die Ruhe. Oder du merkst auch in anderen Räumen, dass irgendetwas nicht ganz stimmig ist, kannst aber gar nicht genau sagen, woran es liegt.
Genau da schauen wir genauer hin. Bei Mindful Interiors verbinden wir unsere Designhandschrift mit Wohnpsychologie und entwickeln Räume, die nicht nur gut aussehen, sondern zu dir, deinem Alltag und deinen Bedürfnissen passen.
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Häufige Fragen zu Feng Shui im Schlafzimmer
// 01 Was ist der Unterschied zwischen Feng Shui und Wohnpsychologie?
Feng Shui ist eine traditionelle chinesische Lehre, bei der unter anderem das Qi, Yin und Yang sowie die fünf Elemente eine Rolle spielen. Die Wohnpsychologie beschäftigt sich dagegen damit, wie unsere gebaute Umgebung unsere Wahrnehmung, unsere Gefühle und unser Verhalten beeinflusst. Spannend ist: Obwohl beide Ansätze völlig unterschiedlich begründet sind, kommen sie bei manchen Fragen der Raumgestaltung zu ähnlichen Empfehlungen.
// 02 Wo sollte das Bett nach Feng Shui stehen?
Im Feng Shui wird häufig empfohlen, das Bett mit dem Kopfende an einer stabilen Wand aufzustellen. Die Tür sollte vom Bett aus sichtbar sein, das Bett aber möglichst nicht direkt in einer Linie mit der Tür stehen. Auch aus wohnpsychologischer Sicht kann eine solche Position angenehm sein: Eine geschützte Position im Rücken und gleichzeitig ein guter Überblick über den Raum können das Gefühl von Sicherheit unterstützen und uns dadurch besser entspannen lassen.
// 03 Welche Farben eignen sich nach Feng Shui fürs Schlafzimmer?
Für ein Feng-Shui-Schlafzimmer werden häufig sanfte, natürliche und eher ruhige Farben empfohlen. Aus wohnpsychologischer Sicht lässt sich die Wirkung einer Farbe allerdings nicht allein am Farbton festmachen. Auch Helligkeit, Sättigung, Licht, Materialien, die Größe der Farbfläche und deine persönlichen Assoziationen beeinflussen, wie eine Farbe auf dich wirkt.
// 04 Welche Schlafzimmerfarben wirken beruhigend?
Gedeckte, wenig gesättigte Schlafzimmerfarben wie Graublau, Salbeigrün, rauchige Grün- und Blautöne oder sanfte Naturtöne können eine ruhige Atmosphäre unterstützen. Eine allgemeingültige „beste Farbe zum Schlafen“ gibt es jedoch nicht. Entscheidend ist, welche Stimmung du im Raum erzeugen möchtest und mit welchen Farben du persönlich Ruhe und Geborgenheit verbindest.
Du musst nicht gleich neu streichen. Schon Kissen, Vasen oder Bilder in kühlen Farbtönen, wie Salbeigrün, weiß oder Nebelblau können einen Raum frischer wirken lassen.
// 05 Warum sollte man nach Feng Shui keinen Spiegel gegenüber vom Bett haben?
Im Feng Shui werden Spiegel im Schlafzimmer eher zurückhaltend eingesetzt, da ihnen eine aktivierende Wirkung auf die Energie im Raum zugeschrieben wird. Aus wohnpsychologischer Sicht gibt es kein grundsätzliches Verbot für einen Spiegel gegenüber dem Bett. Allerdings reflektieren Spiegel Licht, Bewegungen und den Raum selbst. Wenn dich das nachts oder beim Einschlafen unruhig macht, kann eine andere Position sinnvoll sein.
// 06 Ist Feng Shui wissenschaftlich belegt?
Feng Shui ist eine traditionelle chinesische Lehre und basiert nicht auf denselben wissenschaftlichen Grundlagen wie die Wohn- beziehungsweise Umweltpsychologie. Einzelne Empfehlungen können sich dennoch mit Erkenntnissen aus der Wahrnehmungs- und Umweltpsychologie überschneiden – beispielsweise bei der Position des Bettes, visueller Ruhe oder der Gestaltung einer angenehmen Schlafumgebung. Die Begründungen dafür sind jedoch unterschiedlich.
// 07 Kann die Einrichtung wirklich beeinflussen, wie gut ich schlafe?
Die Gestaltung des Schlafzimmers allein garantiert keinen guten Schlaf. Die Schlafumgebung kann jedoch eine Rolle spielen. Licht, Geräusche, Temperatur und Luftqualität gehören beispielsweise zu den Faktoren, die unseren Schlaf beeinflussen können. Auch eine ruhige, klar gestaltete Umgebung kann dabei helfen, das Schlafzimmer stärker mit Rückzug und Erholung zu verbinden.
// 08 Was ist wichtiger als Feng-Shui-Regeln im Schlafzimmer?
Für uns bei Mindful Interiors ist die wichtigste Frage nicht, ob dein Schlafzimmer einer bestimmten Regel entspricht, sondern ob es zu dir und deinen Bedürfnissen passt. Fühlst du dich im Bett geschützt? Kannst du abends abschalten? Gibt dir der Raum Ruhe oder erinnert er dich ständig an Dinge, die noch erledigt werden müssen? Genau bei diesen Fragen setzt Wohnpsychologie an.



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